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Sergey

Среди этой смертной любви. Красивое видео из телеграма.

https://www.facebook.com/sergey.erzhenkov/videos/10208030132586520

Zur Erinnerung, 23 Januar 2021.Autokraten in Russland und Belarus! Handelt jetzt! Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen. Ende der repressiven Politik!


In Russland und in mehr als 50 europäischen Städten gehen die Menschen am Samstag auf die Straße, sie fordern eine sofortige Freilassung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny. In Deutschland finden die Demonstrationen in Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Freiburg, Leipzig und Dresden statt.Je mehr ein Oppositioneller in Russland leiden muss, umso größer seine Bedeutung. Insofern ist Alexej Nawalny der wichtigste Oppositionelle Russlands. Er wurde unzählige Male verhaftet, eingesperrt und angegriffen. Und trotzdem machte er weiter, er entlarvte die korrupten Beamten des Staates, seinen Film über das Schloss des russischen Premier Ministers und Putins Freund Medvedev hatten auf Youtube fast 30 Millionen Russen angeschaut, unvergleichlich mehr als Putins Pressekonferenz. Das konnte Kreml auf sich nicht sitzen lassen. Letztes Jahr wurde ein staatliches Vergiftungskommando geschickt, um den Oppositionellen endgültig ins Jenseits zu befördern.  Das Gift, ein Nervengas der neuen Generation galt als totsichere Waffe. In seinem Hotelzimmer, während er abwesend war, wurde es nicht auf die Türklinke oder auf sein Glas, sondern ganz hinterlistig auf die Innenseite seiner Unterhose eingetragen. Nawalny hatte jedoch den Anschlag mit chemischen Waffen überlebt, er fiel ins Koma. Seine Familie und seine Freunde hatten die Hoffnung nicht aufgegeben, sie wollten ihn zu den deutschen Ärzten bringen. Für seine Feinde galt es als sicher, dass er nicht wieder aufwachen und wenn schon dann nie wieder zurückkehren wird, sie ließen ihn nach Deutschland fliegen. Endlich Ruhe im Karton, dachten wahrscheinlich im Kreml. Regierungsgegner ins Ausland abzuschieben hat in Russland Tradition. Lenin hatte seinerzeit ein ganzes Schiff mit kritischen Intellektuellen nach Deutschland verfrachtet, Stalin hatte Trotzki außer Landes gemobbt, der Generalsekretär Breschnew schaffte den Autor von „Archipel Gulag“ Alexander Solschenizyn über die Grenze.Der vergiftete Nawalny erwachte in Deutschland aus dem Koma und kündigte gleich an, er würde bald zurückfliegen. Alles nur Gerede, dachten seine Feinde, der Mann hat bestimmt nur Nervengift im Kopf und redet Unsinn.  Auch im Lager seiner Anhänger glaubte kaum jemand, dass dieser Mann in die Heimat zurückkehrt. Seine Enthüllungsarbeit konnte er von Deutschland aus genauso gut erledigen, wenn nicht sogar besser. Seine Rückkehr wäre doch ein glatter Selbstmord. Nawalny überlegte es sich anders. Mitte Januar kaufte er sich einen preiswerten Ticket Berlin – Moskau. Er flog nicht mit Lufthansa oder Aeroflot zurück, sondern mit dem russischen Lowcoster „Pobeda“ – „Der Sieg“ auf Russisch, um seine Nähe zum Volk zu zeigen und um Putin eins auszuwischen. Seine Rückkehr hat das Regime in Panik versetzt. Doch wie konnten sie es verhindern? Ihm seinen Pass annullieren, dem Flugzeug die Landung verweigern, gar die Maschine aus Versehen abschießen? Es gab keine gute Lösung für dieses Problem.Sie ließen das Flugzeug einige Zeit über Moskau kreisen, schickten die Maschine von einem Flughafen zum nächsten, um Nawalnys Rückkehr in den Augen der Öffentlichkeit herunterzuspielen. Ein paar tausend seiner Freunde warteten vergeblich in der Empfangshalle, Sie machten Witze, Nawalny würde direkt auf der Brücke vor dem Kreml landen, wie Mathias Rust vor 33 Jahren und Putin gleich nach der Landung zum Duell herausfordern. Letzten Endes landete er mit einer Verspätung in Scheremetjewo und wurde sofort in Gewahrsam genommen, in der gleichen Nacht wurde ihm im Schnellverfahren ein Prozess gemacht, der wie von Kafkas gleichnamigem Roman abgeschrieben schien. Seitdem sitzt Nawalny im Knast. Der russische Staat hat diesen fast zu Tode vergifteten und nicht ganz genesenen Mann wie eine bittere Pille geschluckt und weiß ihn weder verdauen noch auszuspucken. Das Nervengas der neuen Generation, die prächtige Erfindung der Tötungsindustrie scheint jetzt auf seine Erfinder zu wirken, das Regime verliert Nerven und hat Magenschmerzen. Während Nawalny hinter Gittern sitzt, ist ein neuer Enthüllungsfilm von ihm auf YouTube erschienen, diesmal geht es um Putins Schloss, das größte Haus der Welt, 40-mal größer als Monako sollte dieses Domizil sein und unzählige Attraktionen beinhalten. Dagegen wirkt die Hütte des Premierministers wie ein Entenhäuschen. Seit einer Woche steht der Film online und ist jetzt schon das beliebteste Video des Landes geworden, nach den Zahlen zu urteilen, haben alle Menschen, die ein Internetanschluss in Russland besitzen, es gesehen. Es wird  massive Kritik an dem Design des Hauses und dem Geschmack des Präsidenten geübt. Der Tunnel zum Strand ist eindeutig zu lang, die Schlafzimmer zur nahe aneinandergereiht, die Wasserpfeifenstube mit violetten Tapeten und einer sexy Stripper-Tanzanlage in der Mitte wirft Fragen auf.  Eine Spielautomatenhalle, ein Hubschrauberlandeplatz, ein Schlammlagerhaus für Krampfadertherapie sind noch nachvollziehbar. Aber was sollen die vier vergoldeten Sessel um die Badewanne herum? Wer soll dort sitzen?Man sieht an der Ausstattung deutlich, da hat sich einer, gründlich Gedanken gemacht, sich auf die Rente vorbereitet, wohlwissend, dass es für die Autokraten keine Rente geben kann. Kreml will den Film nicht kommentieren. Nawalny lacht hinter Gittern und das ganze Land lacht mit ihm mit.


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Als erste Gruppe mit höchster Priorität sollten die 90-erigen geimpft werden, meine Mutter war gerade in Dezember 89 Jahre alt geworden, sie gehörte nicht dazu, hatte es aber trotzdem in die Gruppe mit zweithöchster Priorität geschafft, zusammen mit ihrer besten Freundin Tante Inge, die nur zwei Jahre junger als meine Mutter ist aber es fällt nicht auf. Tante Inge hatte in der letzten Zeit ziemlich nachgelassen, sie brachte Wochentage durcheinander, wusste nicht, wie ihr Fernseher angeht und wie ihre Enkelkinder heißen, doch je mehr sie vergaß umso optimistischer wirkte sie, sie freute sich auf die Impfung. Wenn wir auch das schaffen, dann werden wir unsterblich Shanna, wir werden ewig leben! freute sich Tante Inge. Meine Mutter war skeptisch. Sie hatte sich in ihrem Leben kein einziges Mal freiwillig impfen lassen und es ging ihr gut. Wozu also die Eile? Ein altes russisches Sprichwort sagt „Das Bessere ist der Feind des Guten.“  Sie wählte trotzdem die Nummer auf der Impfeinladung und hatte im Impfcallcenter sofort einen russischsprachigen Mitarbeiter erwischt, der sehr freundlich war, als hätte er die ganze Zeit nur auf ihren Anruf gewartet. Er gab den beiden Frauen einen Termin für 21 Januar und versicherte, sie können zur Impfung ein Taxi nehmen, hin und zurück, auch die Taxikosten würden vom Staat übernommen. Meine Mutter legte auf und dachte nach. Ein Russe im Impfcallcenter könnte ein Zufall sein, aber dieses Taxi machte sie äußerst misstrauisch. Die Zweifel kamen auf. Soll sie sich wirklich impfen oder erst abwarten? Könnte sie vielleicht den jungen Menschen Vortritt lassen und schauen, was passiert?

Meine Landsleute sind von Natur aus misstrauisch und skeptisch dem Staat gegenüber, besonders diejenigen,, die in der Sowjetunion aufgewachsen sind. Sie wissen genau, wenn der Staat Dich mit einem persönlichen Schreiben zu einer Impfung einlädt, um dein Leben vor einer tödlichen Krankheit zu schützen, und auch noch das Taxi zahlt, ist da irgendetwas Dickes im Busch. Meine Mutter hat noch einmal im Callcenter angerufen und gefragt, ob sie unter Umständen ihren Termin einem Verwandten schenken könnte, ihrem Enkelkind zum Beispiel, dem Enkelsohn oder Enkeltochter, die jungen Leute von heute leiden viel mehr unter der Angst an Corona zu sterben, als die älteren Zeitgenossen. Diesmal hatte sie eine Dame ohne Russischkenntnisse an der Strippe, die ihr erklärte, der Termin sei nicht übertragbar. „Und wenn sie nicht wollen vakziniert zu werden, müssen sie mir das jetzt gleich sagen, dann streiche ich sie von der Liste“ sagte die Dame mit Metall in der Stimme.

„Ich frage Sie ein letztes Mal. Wollen Sie, Frau Kaminer vakziniert werden?“ Ja, ich will, zischte Mama leise und legte auf.  


Ode an den Schnee

Olga kann den Schnee überhaupt nicht leiden. Sie nennt ihn „Faschismus der Natur“ und geht gar nicht aus dem Haus, wenn draußen alles weiß ist.Sie hat ihre Kindheit auf der Insel Sachalin verbracht, dort musste die Stadtverwaltung mit den als Schneeschieber umgerüsteten Traktoren die Tunnel im Schnee graben, damit die Kinder durch einen Korridor aus Eis und Schnee in die Schule gehen konnten. Die zufälligen Passanten sprachen einander auf der Straße an: Vorsicht Backe! Vorsicht Nase! Das hieß, man musste schnell sein Gesicht mit dem Schnee reiben, damit man nichts abfriert. In Deutschland haben die Menschen große Sehnsucht nach Schnee. Jedes Jahr beschweren sich unsere Nachbarn und Freunde über schneelose deutsche Winter. Und bei Euch in Sibirien spiegelt sich die Sonne schön in der endlosen Schneewüste, die Kinder laufen Schi und bauen Schneemänner, riesengroß! sagen sie. Nun hatten wir ein Paar Tage Schnee. Er rieselte leise vom Himmel. Die Menschen beschweren sich trotzdem. Innen gefällt die Qualität des Schnees nicht. Sie haben es sich anderes vorgestellt. Die Schneeflöckchen seien zu klein und auch nicht richtig weiß, sondern irgendwie grau und feucht. Außerdem fallen sie nicht aus einer großen weißen Wolke, sondern aus vielen kleinen grauen, die ekelhaft aussehen. Der Schnee taut zu schnell auf, die gebastelten Schneemänner sehen wie Penner aus, schmutzig und schräg, sie fallen auseinander, noch bevor man sie zu Ende gebaut hat. Die Fahrradfahrer fallen ebenfalls vom Fahrrad runter, die Autofahrer kommen nicht voran, mein Sohn war innerhalb eines Tages dreimal ausgerutscht und auf die Nase gefallen. Es ist einfach der falsche Schnee, sagen die Winterliebhaber, nicht wie bei Euch in Sibirien. Man kann es den Leuten nicht gerecht machen. Und es scheint wirklich wahr zu sein, dass wir nicht wissen, was wir vermissen.


Kaminer & Die Antikörpers - Ein wunderbares Jahr! (live)

Gesänge aus freiwilliger Isolation:"Ein wunderbares Jahr"(Text: Kaminer, Musik: Gurzhy)KAMINER & DIE ANTIKÖRPERs:Wladimir KaminerYuriy Gurzhy Anna MargolinaK...

https://youtu.be/YRvuEFurd1Y

Russen und ihre Katzen

Auf dem Bild: Die Schaffnerin des Zuges Moskau- Pskow füttert den Kater Felix auf der Zwischenstation Staraja Russa. Der Kater Felix kommt seit mehreren Jahren immer um 22:40 zum Gleis zum Abendessen und wird vom Zugpersonal verwöhnt   Foto via Dmitrij Markov


Das 2020jährige Jubiläum von Jesus Geburt wurde zum Spielball der Politik. Es wird das härteste Weihnachten seit dem letzten Weltkrieg sein, sagte der Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident, der vermeintliche Bundeskanzlerkandidat, es würde vor allem Verzicht bedeuten. Doch die Menschen waren inzwischen an Verzicht gewöhnt, niemand schreckte mehr vor einem harten Weihnachten zurück. Schließlich wurde Jesu auch nicht in der Charité geboren, sondern im Stall, im Winter, ohne Heizung und ohne qualifiziertes medizinisches Personal, wenn das keine harte Geburt war.Egal wie hart, wir feiern trotzdem, sagten die Bürgerinnen und Bürger. Feiern ja, aber wie? Die politische Auseinandersetzung mit dem Thema nahm kein Ende. „Es geht den Staat nichts an, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere. Da kann er mir Ratschläge geben, aber er mischt sich bitte nicht ein“ konterte Friedrich Merz, ebenfalls ein aussichtsreicher Bundeskanzlerkandidat. Wie feiert Merz, der einfache deutsche Mittelschichtsmillionär, Weihnachten? fragten sich die Bürger. Wie groß ist sein Tannenbaum? Wie teuer sein Glühwein? Klebt er Papiersterne an die Fenster, liest er seiner Familie aus der Bibel vor? Darin steht, Reiche kommen nicht in den Himmel, auch wenn sie einen Privatjet besitzen. Nach heftigen Streitereien scheint die Sache mit Weihnachten einigermaßen geklärt. Bundesweit dürfen bis zu 10 Personen in einem Raum am Tisch sitzen, Kinder unter 14 Jahren und Haustiere unter 20 Kilo Lebendgewicht ausgenommen, in Berlin jedoch nur 5 Personen und Kinder unter 12, Haustiere dürfen nicht am Tisch sitzen, der Weihnachtsmann zählt zu fremdem Haushalt. Meine Nachbarn singen um 20 Uhr stille Nacht, jeder Haushalt  von seinem Balkon aus ( mit Ausnahme des Verschwörungstheoretikers aus dem dritten Stock)


Wladimir Kaminer: Weihnachten auf Russisch

Wladimir Kaminer: Weihnachten auf Russisch21.12., 20:00 / verfügbar bis 01.01., 20:00 „In Italien und in Spanien gingen die Me...

https://dringeblieben.de/videos/wladimir-kaminer-weihnachten-auf-russisch