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Mobutu Sese Seko Kuku Ngbendu wa Zabanga war von 1965 bis 1997 diktatorisch regierender Präsident der Demokratischen Republik Kongo. Sein Name bedeutet „der Krieger, der von Eroberung zu Eroberung schreitet, ohne Angst zu haben“
Er lies sich alle Jahre wieder wählen. Laut dem Grundgesetz waren alle Bürger Kongos Mitglieder der Regierungspartei, die er anführte. Jeder, der für Mobutu wählen wollte, musste gar nichts tun, nur einmal Zuhause vor dem Spiegel nicken. Wenn jemand dagegen war, musste er einen schriftlichen Antrag vor Gericht stellen und wurde abgelehnt, mit der Begründung ein Mitglied der Regierungspartei soll dem Führer der Partei gehorchen, dies sei ebenfalls verankert im Grundgesetz. Die aktuellen Ergebnisse für Weißrussland laut dem“ Weißrussischen Partisanen“ , dem Bündnis unabhängiger Medien:
Tichanowskaja 72%
Lukaschenko 14%
Gegen alle 7%


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Freiheit für Vitali Shkliarov! Freedom for Vitali Shkliarov!

http://chng.it/LrqhVr2xzj

In Weißrussland wird diese Woche gewählt. Politische Umfragen sind dort verboten, nachdem die Medien berichtet haben, angeblich würden nur 3 Prozent der Bevölkerung den seit 26 Jahren amtierenden Präsidenten unterstützen.  Die sozialen Netzwerke fanden jedoch einen Weg, wie sie das Verbot umgehen. Auf mehreren Plattformen dürften die Menschen abstimmen, welchen Film sie spannender finden: den „Einsamen Mann“ von Tom Ford oder „Drei Frauen“ von Robert Altman. Mit dem ersten Film war Lukaschenko gemeint, mit dem zweiten das oppositionelle Bündnis, das ihm gegenübersteht, geführt von Ehefrauen der nicht registrierten Kandidaten, die entweder Knast sitzen oder außer Landes verjagt worden sind.

Für den „Einsamen Mann“ haben die gleichen 3% ihre Stimmen abgegeben. Lukaschenko sprach im Fernsehen zum Volk, er sagte die Welt stehe im Flammen, überall Krisen, Viren, Krieg. Nur sein Land sei die Insel der Stabilität. Seine Heimat bezeichnete er als „seine Liebste“, die würde er nie und niemandem weggeben. Inzwischen sitzen über tausend Aktivisten dort im Knast, unter anderem mein Freund, an einer deutschen Universität in Vechta studierter Politologe Vitali Shkliarov. Für seine Expertenmeinung zur politischen Lage in der Heimat, die er den Medien mitteilte, wurde er Zuhause in Gomel festgenommen, nach Minsk abtransportiert und eingesperrt. Seit einer Woche befindet er sich in U-Haft, ohne Anklage, ohne Möglichkeit mit der Außenwelt zu kontaktieren. Ich rufe die europäischen und deutschen Politiker auf, mit den weißrussischen Kollegen zu sprechen. Ein Gespräch mit Lukaschenko ist dringend notwendig. Seine Liebe zur Heimat muss er nicht durch die Inhaftierung Unschuldiger beweisen. Wenn er weiter sein Volk als Geisel hält, wird ihm seine Liebste sehr bald mit Schwung auf die Stiefel kotzen. Freiheit für Vitali Shkliarov und alle politischen Gefangenen


Freiheit für Vitali Shkliarov!

Mein Freund Vitali Shkliarov ist in seiner Heimatstadt Gomel, in Weißrussland verhaftet worden. In Deutschland hat er in Vechta Politologie studiert, er träumte davon, dass seine Heimat eines Tages zu einer europäischen Demokratie wird. Er bildete sich ein, mit seinen Kenntnissen könnte er junge engagierte Politiker beraten, wie sie jenseits des Fernsehens in sozialen Netzwerken ihre Wählerinnen gewinnen. Er fand aber in Weißrussland keinen Job. In Berlin haben wir jahrelang zusammen Russendisko gemacht. Dann hat er eine Amerikanerin kennengelernt, sie sind zusammengezogen, gründeten eine Familie und bekamen einen Sohn. Seine Frau war eine amerikanische Diplomatin. Sie hat in Berlin in der Botschaft gearbeitet und in Amerika sofort Probleme wegen Vitali bekommen. Amerikanische Diplomatinnen dürfen sich eigentlich nicht in russische Männer verlieben, schon gar nicht in ausgebildete Politologen, das könnte als Einmischung in die inneren amerikanischen Angelegenheiten interpretiert werden. Vitali wurde von der CIA verhört, fünf Stunden lang. Sie wollten wissen, zu welchem Zweck er die amerikanische Diplomatin kennengelernt hat. An die Liebe glaubte die CIA nicht. In Amerika hat Vitali erfolgreich als Wahlkämpfer für Obama gearbeitet, später für Bernie Sanders, als der für die amerikanische Präsidentschaft kandidierte. Danach flog Vitali nach Russland, um den russischen Oppositionellen mit seinen in den  amerikanischen Wahlen gewonnenen Kenntnissen zu helfen und den Wahlkampf für den einzigen oppositionellen Abgeordneten in der Duma, Dmitrij Gudkow, zu organisieren. (Siehe sein Interview in der taz v. 29.4.2017)

Sofort wurde er von den russischen Geheimdiensten unter die Lupe genommen, als Ehemann einer amerikanischen Diplomatin verkörperte er den ausländischen Einfluss in die russische Politik. Das Gleiche passierte ihm in Georgien und in der Ukraine. Mal wurde er als Agent des Ostens, mal des Westens eingestuft.

Der Corona-Ausbruch erwischte ihn und seine Familie in Washington D.C. Dort saß er mit Frau und Kind mehrere Monate in Quarantäne. Im Juli durften sie endlich raus - nach Europa, seine Frau hatte einen neuen diplomatischen Posten in der Ukraine bekommen. Vitali flog mit, wollte das Kind zu seinen Eltern nach Weißrussland bringen. Sie hatten das Enkelkind lange nicht gesehen. In Weißrussland tobte gerade der Wahlkampf. Der seit 26 Jahren amtierende Staatspräsident Lukaschenko, „der letzte Diktator Europas“, wusste und weiß wohl immer noch nicht, wie er die nächste Wahl am 9. August gewinnen soll. Offiziell werden in Weißrussland keine soziologischen Umfragen gemacht und keine Statistiken geführt, so wie es dort offiziell auch keine Corona-Kranken gibt. Doch unter der Hand kursierten das Gerücht, die Wahlchancen des amtierenden Präsidenten seien sehr schlecht, nur 3%, würden ihn wieder als Präsident haben wollen. Was tun?

Man kann natürlich die Wahlergebnisse fälschen, 20, vielleicht sogar 30 Prozent der Wahlzettel für den Präsidenten einwerfen, aber ein ganzes Volk lässt sich über Nacht nicht fälschen. Hunderttausende demonstrierten auf den Straßen. Aus den Kreisen des Machtinhabers sickerte durch, der Chef sei in Panik geraten, er traue seinen eigenen Sicherheitsleuten nicht mehr. Er sperrte die Gegenkandidaten im Knast ein und ließ hunderte von Aktivisten verhaften. Die Ehefrauen der Gegenkandidaten haben ein Bündnis geschlossen, ihr Wahlprogramm ist: freie Wahlen für Weißrussland und die Freilassung ALLER politischen Gefangenen, nicht nur ihrer Ehemänner. Und dieses Frauenbündnis bekommt nun immer größere Unterstützung im Land. Die Wahlbehörde musste eine Frau als Kandidatin registrieren. Sollte es zu einer fairen Wahl kommen, würde Lukaschenko gegen sie verlieren, obwohl sie überhaupt keine politischen Erfahrungen hat. Wahrscheinlich würde er sogar gegen einen Esel verlieren, die Geduld der Weißrussen scheint dieses Mal zu Ende zu sein. Das Frauenbündnis hätte Vitalis Hilfe sicher gebrauchen können, doch er war nur privat in seinem Heimatland unterwegs, um seinen Sohn zu den Großeltern zu bringen und seine Eltern wieder zu sehen. Er schaffte es bis nach Gomel. Am Donnerstag ging er in kurzer Hose und Flip-Flops zum Markt, um eine Wassermelone zu kaufen, dort wurde er von den Sicherheitsleuten verhaftet und nach Minsk in den Knast verschleppt. Die Eltern erfuhren erst am Abend, wo er sich befand. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft, noch immer bleibt unklar, was ihm vorgeworfen wird. Doch als in Deutschland studierte Politologe und Ehemann einer amerikanischen Diplomatin ist er in den Augen des Regimes ein willkommener Feind. Sie könnten an ihm ein Exempel statuieren, um die These des Präsidenten zu beweisen, dass die derzeitigen Unruhen in Weißrussland von außen organisiert und angeheizt werden. Die weißrussischen Anwälte warnen zurzeit, jede politisch motivierte Handlung gegen das Regime kann im Land als „Vorbereitung einer terroristischen Aktivität“ eingestuft werden, dafür gibt es dort die Todesstrafe. Und obwohl mein Freund nachweislich keine Aufträge von der weißrussischen Opposition erhielt und sich auch sonst politisch in der Heimat nicht betätigte, außer in den sozialen Netzwerken, um das Regime zu kritisieren, kann es für ihn gefährlich werden.

In der offiziellen Presse des Landes wird er mal als „ Russischer Agent“ und mal als „abgesandter Spion des Westens“ beschimpft. Für den amtierenden Präsidenten ist es überlebenswichtig, den Eindruck zu vermitteln, dass die ganze Welt sich gegen ihn verschworen hat und die Lage im Land vor der Wahl destabilisieren will. Also haben sie meinen Freund zum Staatsfeind Nummer 1 auserkoren. Dabei wollte er nur das Kind zu seinen Eltern bringen und eine Wassermelone kaufen. Es gibt bis jetzt keinen Kontakt zu Vitali, nur sein Anwalt darf zu ihm, aber er bekommt keine Briefe und darf keine Telefonate führen. Seine U Haft ist auf zwei Monaten verlängert worden, innerhalb einer Woche muss ihm die Anklage vorgelegt werden. Seine Kollegen in Russland und seine Freunde im Westen solidarisieren sich mit ihm, sie appellieren an die weißrussische Regierung und fordern seine sofortige Freilassung. Doch diese Appelle werden von der weißrussischen Seite ignoriert. Es muss ein internationaler Druck auf das Regime in Minsk ausgeübt werden, die politischen  Gefangenen sofort frei zu lassen und ganz schnell meinen Freund Vitali, der sich bloß zur falschen Zeit am falschen Markt aufhielt. Ich wende mich an die Politiker Deutschlands und an die der Europäischen Union. Sprechen Sie bitte mit Lukaschenko. Durch die Inhaftierung Unschuldiger werde seine Macht nur noch mehr ins Wanken kommen. Freiheit für Vitali Shkliarov!


In keiner Frage können sich          die EU-Länder          einigen. Sogar die geltenden Abstandregeln sind je nach Land          unterschiedlich.          Zuerst dachte ich, je größer das Land, umso weiter können die          Viren fliegen,          aber nein, es hängt wohl von der Sprache ab. Je mehr Vokale          zur Verständigung          ausgesprochen werden müssen, umso mehr wird gepustet. Deswegen          beträgt in          Frankreich der sichere Mindestabstand ganze 2 Meter, in          konsonantenreichem          Deutschland dagegen nur 1,50. In Ländern wie Polen oder          Tschechien, wo sich die          Menschen fast nur durch Austausch von Konsonanten          verständigen, sind die          Abstände gering. Ich bin gerade aus Österreich zurückgekommen,          dort dürfen laut          der staatlichen Anordnung die Viren nicht weiter als 1 Meter          fliegen.

Das lässt die Gastronomie und          vor allem die          Kulturveranstalter optimistisch ausatmen. An vielen Orten          finden Kultursommer          statt, mit Lesungen und Konzerten, es geht! Man muss nur 1          Meter Abstand          zwischen den Reihen gewähren und die Stühle am Boden          festnageln, damit die          Zuhörer mit dem Stuhl nicht zusammenrutschen.

Ich war beim Kultursommer in          Semmering, hier          traf das Beethoven-Jahr auf das Corona- Jahr, es wurden          Beethovens Sonaten          gespielt und Texte von Stefan Zweig vorgelesen. Alle Konzerte          waren bereits im          Vorfeld ausverkauft, der Kulturhunger ist groß. Alle spüren,          dass die Kunst die          richtige Medizin ist gegen eine Krankheit, die uns allen          droht.

Die          Klavierspieler wurden mit Begeisterung aufgenommen. Nur bei          dem Auftritt eines          Trompeters gerieten die Menschen in Panik. Der Trompeter blies          in seine Röhre          mit einer solchen Wucht, dass er damit Milliarden Partikel in          der Luft in          Bewegung setzte, bestimmt waren auch paar Viren dabei. Die          Menschen im Saal          wollten instinktiv von der Bühne wegrücken, doch es ging          nicht, die Stühle          waren festgenagelt.


Angeblich haben die Russen bereits einen eigenen Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt und auch schon erfolgreich an den Oligarchen getestet. Es gäbe wohl einige Nebenwirkungen, Schüttelfrost, Dreitagefieber, angeschwollene Zunge, aber die merkt keiner. Die Oligarchen haben sich alle freiwillig gemeldet, um ihrer Heimat einen Dienst zu erweisen. Es wird allerdings gemunkelt, dass die Freiwilligkeit erzwungen war. Viele von diesen Menschen sind mit ihrem ganzen Reichtum dem Präsidenten verpflichtet, sie haben zu ihm einen direkten Draht, spielen mit Putin Eishockey. Nun wurden sie von dem Präsidenten indirekt zu dieser Heldentat aufgerufen, mit ihrem eigenen Blut die Antikörper zu produzieren. „Reich sein erfordert Mut und Verantwortung. Ich weiß, sie werden die ersten sein und alle mit ihrem beispiellosen Einsatz ermutigen,“ soll der Präsident gesagt haben. Er ist ein großer Patriot und glaubt an die messianische Rolle seines Landes. In der Geschichte der menschlichen Zivilisation war Russland schon immer ein Experimentierfeld, ein Versuchslabor für besondere Aufgaben. Dort wo die anderen scheitern, siegen die Russen. Sie haben die Welt nicht nur von der braunen Pest des Faschismus gerettet, sondern sich auch mit dem Kommunismus infiziert und siebzig Jahre lang am eigenen Leib die Risiken und Nebenwirkungen des Kommunismus - Aufbau getestet. Es war ein riskantes Experiment, das viele Menschenleben kostete, aber die Welt mit neuem Wissen bereicherte, was alles gar nicht geht.  Und die Welt hat sich dafür nicht einmal bedankt. Natürlich wäre es cool, wenn die Russen die Welt retten würden, aber das Vertrauen an den russischen Stoff ist bei der Mehrheit der Weltbevölkerung nicht vorhanden, schätze ich. Alle Impfungsfans warten auf den sicheren deutschen Stoff.


Kaminer und Antikörpers

https://youtu.be/_zL3hg2wYP0

Was macht der Mensch der Moderne, wenn es draußen heiß wird? Er schmeißt den Ventilator an. Der Mensch der Archaik fährt zum See, sucht einen schattigen Platz und wirft die Angel aus.

Beide haben seltsame Gewohnheiten, der Mensch der Moderne spricht mit Alexa, der Archaische spricht mit den Fischen. Und beide

halten die gleichen Bierdosen in der Hand, es sind manchmal sogar die gleichen Typen. Die Seen Brandenburgs waren gestern voll von gefährlichen Muränen, Enten ohne Feder und Hechten, die Jagd auf Barsche trieben. Manche Fische hatten uns ignoriert, andere kannte ich von früher. Damals vor zwei Wochen wollten sie auch nicht beißen. Ich wollte klären, warum. Ich habe innen  meine Telefonnummer gegeben  und sie haben alle angerufen


Meine Mutter beschwerte sich, ihre Katze boykottiere das Katzenfutter, sie mag auf einmal ihre Lieblingsdelikatesse „Geschnetzeltes mit Lachs“ nicht mehr. „Du gehst doch gerne angeln, bring mir einen frischen Fisch für die Katze“, bat mich Mama. Ich war dieses Jahr wenig angeln, die Ergebnisse waren desaströs, die Fische beißen nicht. Egal, ob Regen mit Gewitter, Hitzewelle, Sonnenschein, sie boykottieren mich. Nun hat mein Nachbar beim Chinesen einen wiederaufladbaren blinkenden Twitching Fishing Bait Electric Life-Like Angelköder für 5.99 gekauft, einen sich bewegenden kleinen Plastikfisch. Um dieses Wunder der Technik einzusetzen, musste mein Nachbar den Raubfischangelschein beim Fischereiamt beantragen und gescheite Antworten auf hinterhältige Fragen geben: Wie viele Bartfäden hat die Schleie und wo schmarotzen die Karpfenläuse. Die wichtigste Frage, warum beißen die Fische nicht, hat das Fischereiamt dieses Jahr vorsorglich aus dem Katalog rausgenommen.

2020 geht gar nichts, nirgendwo, erzählte der Prüfer. Die Fische beißen nicht, die Menschen haben Corona, die Katzen wollen kein Katzenfutter mehr essen, möglicherweise haben sich die Naturgesetze verschoben. Angeblich meldete Federal Reserve Bank of New York, die amerikanische Goldreserven hortet, seltsame Vorkommnisse: das Gold im Bunker habe eine merkwürdige braune Patina bekommen. Es sieht aus, als würde das Gold auf einmal rosten. Die Spezialisten messen nun die Luftfeuchtigkeit und haben Proben genommen, können bis jetzt nichts dazu sagen. Eigentlich darf das Gold nicht rosten, wenn es wirklich stimmt, haben wir überhaupt keine Werte mehr. Wir haben mit dem Nachbarn fünf Stunden auf dem See verbracht, mit einem frischen Angelschein, zwei nagelneuen Angeln und dem chinesischen Blinkerfisch, nur eine Bleie geangelt.  Sie hatte kluge Augen. Ich fragte sie für alle Fälle, was denn mit der Welt los sei. Sie atmete schwer, sagte aber nichts.


Kultur in Badelatschen

Art event in Limbach-Oberfrohna, Germany by Sonnenbad Rußdorf on Friday, July 17 2020

https://www.facebook.com/events/2682453792037549/